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„Leih mir dein Ohr“, 2016
Die metaphorische Umschreibung im Deutschen „Leih mir dein Ohr“ für „Hör mir bitte zu“, hat sowohl im Arabischen als auch im Französischen eine Entsprechung. Die bildhafte Formulierung ist der Titel meiner Arbeit, die in Ifitry in Marokko, während eines Artist-in-Residenz-Aufenthaltes entstanden ist. Sie bezieht sich auf die kommunikative Situation in der Residenz und den Ort selbst, die Bucht, die sich in der Form einer Ohrmuschel zum Meer hin öffnet und zum Land hin abgrenzt. Das Projekt begann mit der Bitte an die Mitarbeiter*innen und Künstler*innen der Residenz ihre Ohren fotografieren zu dürfen, also im übertragenen Sinne ihr Ohr zu leihen. Entsprechend der fotografierten Ohren habe ich Papierschnitte angefertigt, die die unterschiedlichen Formen und Linien nachvollziehen. Inspiriert von der Bewegung, die sich durch den ständigen Wind in der Bucht und dem Wogen des Meeres vermittelt, installierte ich die Papierschnitte als ein Mobile. In Deutschland habe ich das Projekt mit Personen fortgesetzt, mit denen ich persönlich verbunden bin. Daraus ist eine Installation mit ca 180 Papierschnitten entstanden, die bisher in der Brüderkirche in Kassel und 2014 in Casablanca während der Biennale in der ehemaligen Kirche Sacré-Coeur gezeigt wurde.

The metaphorical paraphrase in German "Leih mir dein Ohr" for "Listen to me please" has an equivalent in both Arabic and French. The pictorial formulation is the title of my work, which was created in Ifitry, Morocco, during an artist-in-residence stay. It relates to the communicative situation in the residence and the place itself, the bay, which opens in the shape of an auricle towards the sea and delimits it from the land. The project began with the request to the staff and artists of the residence to be allowed to photograph their ears, i.e. to lend their ears in a figurative sense. According to the photographed ears, I made paper cuts that reproduce the different shapes and lines. Inspired by the movement that is conveyed by the constant wind in the bay and the waves of the sea, I installed the paper cuts as a mobile. In Germany, I continued the project with people with whom I am personally connected. This resulted in an installation with around 180 paper cuts, which was previously shown in the Brüderkirche in Kassel and in 2014 in Casablanca during the Biennial in the former Sacré-Coeur Church.